Ultraschall in der Anästhesie

Von der Reduzierung von Komplikationen durch Gefäßverletzungen bis hin zur Erhöhung der Patientenzufriedenheit gibt es viele gute Gründe für die Nutzung von Ultraschall am Krankenbett zur Platzierung von Nadeln in der Anästhesie.

Anästhesisten und Fachpflegekräfte für Anästhesie verwenden zunehmend die ultraschallgeführte Nadelplatzierung, um die Effizienz der Operation zu verbessern und gleichzeitig die Komplikationen bei der Platzierung und die Belastung der Patienten zu verringern. Die medizinische Forschung befürwortet den Einsatz von Ultraschall bei anästhesiebezogenen Nadelplatzierungen.

Wie hilft der Ultraschall bei der Nadelplatzierung?

Einfach gesagt, muss man es nur einmal sehen, um es zu verstehen. Ultraschallgeführte Injektionen treffen das Ziel mit größerer Wahrscheinlichkeit, da der Arzt die Nadelplatzierung in Echtzeit beobachten kann.

Eine bessere Visualisierung der Nadel erhöht die Effizienz bei Verfahren wie z. B: 

  • in steilem Winkel durchgeführten Injektionen
  • Nervenblockaden (Blockaden der oberen Extremitäten, Neuraxialblockaden, Blockaden des Nervus femoralis, Blockaden am Plexus brachialis, regionale Schmerzblockaden)
  • EDA

Anästhesisten stellten fest, dass beim ultraschallgeführten Setzen von Nadeln ein geringeres Risiko einer Gefäßverletzung besteht und die Medikamente zur Schmerzbehandlung eine höhere Effektivität aufweisen.

Gibt es Beweise dafür, dass Anästhesisten bei ihrer Arbeit von Ultraschall profitieren können?

Der Einsatz von Ultraschall zur Steuerung der Regionalanästhesie findet in der medizinischen Forschung immer breitere Unterstützung. So wurde zum Beispiel gezeigt, dass Ultraschallführung im Vergleich zu peripherer Nervenstimulation ein signifikant geringeres Risiko einer Gefäßpunktion aufweist (Risikoverhältnis von 0,16); dass die Nervenblockade 25 % länger dauert und dass sie 29 % schneller einsetzt1.

In einer im Juni 2013 im Academic Emergency Medicine (AEM) Journal veröffentlichten Studie wird berichtet, dass bei älteren Notaufnahmepatienten mit Hüftfraktur-bedingten Schmerzen (im Laufe von vier Stunden) die Schmerzintensität verringert werden konnte und auch weniger Analgetika erforderlich waren, wenn ultraschallgeführte 3-in-1 Nervus-femoralis-Blockaden ergänzend zur Standardtherapie mit parenteralen Opioiden verwendet wurden. Die gleiche Studie ergab auch, dass eine typische Schmerzbehandlung mit parenteralen Opioiden keine wirksame Schmerzkontrolle in der Studienkohorte aus Patienten mit Hüftfraktur-bedingten Schmerzen bot2.

Stimmen von Sonosite Ultraschall-Kunden

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1Abrahams MS, Aziz MF, et al. Ultrasound guidance compared with electrical neurostimulation for peripheral nerve block: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. Br J Anaesth. 2009;102(3):408-17.

2Beaudoin FL, Haran JP, et al. A comparison of ultrasound-guided three-in-one femoral nerve block versus parenteral opioids alone for analgesia in emergency department patients. Acad Emerg Med. 2013 Jun ;20(6):584-91. doi: 10.1111/acem.12154.

Wussten Sie schon, dass ultraschallgeführte Nervenblockaden den Bedarf an Opioiden reduzieren?

In diesem Video erfahren Sie, wie Ultraschall im St. Joseph's Health Care System zur Eindämpfung der Opioid-Epidemie eingesetzt wird.

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