Neue Hoffnung dank gelinderter Schmerzen und Fehlbildungen

August 15, 2019

Asha Vihar ist ein Entwicklungshilfeprojekt im ostindischen Bundesstaat Jharkhand, das denjenigen eine kostenlose Gesundheitsversorgung zukommen lässt, die diese am dringendsten benötigen. Die beiden Anästhesisten Dr. Lukas Fischer und Dr. Peter Lembach leisteten Freiwilligenarbeit in Asha Vihars jährlichem OP-Camp für Kinder mit muskuloskelettalen Fehlbildungen. Dr. Fischer war bei der Überwachung von Nadelinsertionen und der Verabreichung lokaler Anästhesien, die die lebensverändernden Operationen erst möglich machen, besonders auf die Verwendung von Point-of-Care Ultraschall (POCUS) angewiesen.

Viele Menschen in Indien können sich keine Krankenversicherung leisten oder Operationen, die ihr Kind möglicherweise schon seit Jahren braucht, nicht bezahlen. Diese Familien sind auf Wohltätigkeitsorganisationen wie die Johar Gesellschaft Deutschland angewiesen, die innerhalb der Region Jharkhand für ihre kostenfreie medizinische Versorgung wohlbekannt ist. Die Wohltätigkeitsorganisation unterhält das Entwicklungshilfeprojekt Asha Vihar, das auch OP-Camps umfasst.

Das OP-Camp ist besonders auf Fehlbildungen der Füße spezialisiert. Im jahr 2019 behandelte das OP-Team aus Freiwilligen, unter der Leitung von Dr. Hans-Georg Zechel, erfolgreich 26 Kinder im Alter zwischen sieben Monaten und 16 Jahren. Dr. Zechel erklärt:

„Die häufigste Art der Fehlbildung war der Klumpfuß, aber auch Fehlbildungen der Unterschenkel wie ‚Tibia vara’ (Blount-Krankheit), eine Wachstumsstörung der Tibia, bei der der Unterschenkel nach innen gebogen ist und einem O-Bein ähnelt. Wir haben zudem zwei Kinder mit Fehlheilungen nach vorherigen Brüchen, die korrigiert werden mussten, und eines mit Veränderungen der Knochenform aufgrund einer Osteomyelitis behandelt.“

Dr. Fischer wusste, dass er eher örtliche als Allgemeinanästhesie anwenden würde und machte es daher zur Priorität, Ultraschall einzusetzen.

„Ich finde, dass die SonoSite-Maschinen ein sehr klares Bild liefern. Das Unternehmen hat mir freundlicherweise ein SonoSite Edge II als Leihgerät zur Verfügung gestellt. Es ist sehr schnell und einfach zu reinigen, was in einer potenziell infektiösen Umgebung ein weiterer wichtiger Aspekt ist. Sobald wir vor Ort waren, war ich noch dankbarer dafür es dabei zu haben, da eine Allgemeinanästhesie, weil viele der Kinder latent erkältet waren und das Beatmungsgerät des Krankenhauses nicht zuverlässig funktionierte, außer Frage stand. Mein Kollege Dr. Lembach und ich hatten genug Zeit, die Kinder ordentlich auf die OP vorzubereiten. Mit ausreichender, rektal verabreichter Prämedikation konnten sie das Einführen einer intravenösen Kanüle und die Spinalanästhesie gut aushalten und atmeten während der OP selbstständig. Da Spinalanästhesien bei Kindern nicht lange anhalten, ergänzten wir gegen Ende der OP entweder, bei beidseitigen OPs, um eine Kaudalanästhesie oder, wenn nur ein Bein betroffen war, um eine Blockade des Femoralis- oder des Ischiasnervs. Wir verwendeten bei der Verabreichung der Anästhesien Ultraschall und es war sehr beruhigend sehen zu können, dass die Nadel richtig platziert ist. Unser jüngster Patient wog nur sieben Kilogramm, die anatomischen Strukturen waren daher sehr winzig und wir konnte sogar sehen, wie sich das Anästhetikum um die Nerven verteilte. Dank POCUS konnten wir durchgängig und klar feststellen, wo die Nerven verliefen. Wir nutzten gelegentlich auch Ultraschall zur Unterstützung bei der Diagnose schwerer Fehlbildungen der Wirbelsäule.“

Dr. Fischer betont die unverzichtbare Rolle, die POCUS bei allen während des Camps durchgeführten OPs zukam:

„Ich bin fest davon überzeugt, dass ich diese Mission nicht angenommen hätte, wenn mir kein Ultraschallgerät zur Vefügung gestanden hätte. Da eine Allgemeinanästhesie unmöglich war, wäre das klinisch nicht sicher gewesen.“

Während FUJIFILM SonoSite, Inc. den Einsatz für die Verbesserung der globalen Gesundheit befürwortet, unterstützt das Unternehmen offiziell weder die Wohlfahrtsverbände und Organisationen, die hier erwähnt werden, noch jene, auf welche in unseren Veröffentlichungen zum internationalen Gesundheitswesen verwiesen wird.

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