Eine solide Zukunft für Point-of-Care-Ultraschall auf der Intensivstation

December 09, 2019

Point-of-Care Ultraschall (POCUS) ist zu einem etablierten Instrument für die schnelle Beurteilung und Diagnose von Patienten verschiedener medizinischer Fachrichtungen geworden, nicht zuletzt im Umfeld der Intensivmedizin, in der die Arbeit immer unter hohen Belastungen abläuft.

Dr. Timm Steuber, Oberarzt und Leiter der Intensivstation des Evangelischen Krankenhauses Unna, Deutschland, erläuterte seinen täglichen Umgang mit Ultraschall und warum er POCUS für immer wichtiger hält. Dr. Timm Steuber begann seine Karriere als Rettungsassistent, studierte Medizin und machte eine Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesie. Während seiner Zeit als Helikopterarzt arbeitete er mit Ultraschall. Hier erkannte er die Vorteile von POCUS in Notfallsituationen und weiß, dass diese Technologie auch auf der Intensivstation eine schnellere und bessere Behandlung erlaubt.

Er erklärt: „Ärzte, die in Notaufnahmen oder auf Intensivstationen arbeiten, haben nicht immer die Möglichkeit, Fachkräfte aus anderen Abteilungen zur Hilfe zu ziehen. Der Kenntnis von POCUS kann daher von herausragender Bedeutung zur Lebensrettung sein.“ Er betonte die Bedeutung von Ultraschalluntersuchungen:

„Es ist wichtig, dass jeder auf die Intensivstation aufgenommene Patient routinemäßig mittels Ultraschall eine Aufnahmeuntersuchung erhält, da wir damit sehr hilfreiche klinische Informationen erhalten. POCUS ist ein hervorragendes Hilfsmittel zur Diagnosestellung und ein Weg zur schnelleren Therapie. Er unterstützt uns dabei, eine Vielzahl möglicher Differentialdiagnosen in nur wenigen Minuten auf wenige einzugrenzen. Mittlerweile benutzen wir kaum noch Röntgenaufnahmen oder CT-Scans, um den Thorax zu beurteilen - in 90 Prozent der Fälle können wir das Problem mit Ultraschall viel schneller erkennen. Und vor allem bei einfachen Eingriffen, wie dem Legen von Kathetern, ist Ultraschall für den Patienten unersetzlich und obligat. ; wir können die Nadelspitze immer lokalisieren, Prozesszeiten einer Katheteranlage vermindern, und die Komplikationsrate auch bei Variationen in der Anatomie des Patienten drastisch vermindern. Point-of-Care Ultraschall ist für uns ein Routinewerkzeug – viele unserer kritisch kranken Patienten werden zur Überwachung ihres Zustandes mehrmals täglich gescannt.“

Dr. Steuber betont die Bedeutung eines gut gestalteten Lehrprogramms:

„Junge Ärzte repräsentieren die Zukunft der Medizin und sie erkennen zunehmend, wie Ultraschall die Qualität der Patientenversorgung in Notaufnahmen und auf Intensivstationen verbessert. Unser Schulungsprogramm in Unna ist sehr beliebt, und wir gestalten dadurch die Ultraschallausbildung der Mitarbeiter in anderen Abteilungen unseres Krankenhauses. Unser Standard-Lehrgerät ist das FUJIFILM Sonosite X-Porte System, das über einen großen Bildschirm für Demonstrationen verfügt. Es ist zudem sehr benutzerfreundlich, was für unerfahrene Benutzer von großem Vorteil ist. Es erlaubt ihnen, auf einem System zu lernen, das intuitiv und nicht zu komplex in der Anwendung ist. Seine abwischbare, leicht zu sterilisierende Oberfläche ist für die Infektionskontrolle auf der Intensivstation wichtig. Wenn ich in meiner täglichen Arbeit auf eine ungewöhnliche Anatomie oder eine andere interessante Beschaffenheit stoße, nehme ich mir immer das X-Porte System, um mir mittels der hochauflösenden Bildgebung und des größeren Bildschirms die Situation genauer zu anzusehen.“

Dr. Steuber verwendet auch regelmäßig ein Sonosite iViz System - sowohl auf der Intensivstation als auch auf Einsätzen als Notarzt. So erklärte er:

„Das iViz ist leicht und kompakt und daher sehr nützlich bei Notfalleinsätzen. Ich erlebte dies letztens unmittelbar an einem Patienten, der am Tag nach seiner Operation zusammenbrach. Mit Hilfe von Ultraschall fanden wir sofort heraus, dass das rechte Herz aufgrund einer akuten pulmonalen Thromboembolie vergrößert war, die durch eine tiefe Venenthrombose in seinem Bein verursacht wurde. Dadurch, dass wir dies so schnell innerhalb von fünf Minuten erkannten, konnten wir direkt eine zielgerichtete Therapie einleiten und seine Rechtsherzfunktion sicher stellen. Das Ergebnis wäre ganz anders ausgefallen, wenn das Problem nicht so schnell erkannt worden wäre, und man auf ein Urteil von einem Spezialisten gewartet hätte. Wir planen, das System häufiger in Krankenhaus-Notfallsituationen mitzunehmen, da es uns einen einfachen Zugang zu einer schnelleren Diagnose und Therapie erlaubt.“

Dr. Steuber schließt:

„Unsere Ultraschallsysteme sind für alle Bereiche - von Echokardiographie bis zur zentralen Venenpunktion optimal geeignet. Ihre Verwendung optimiert den Arbeitsablauf und erhöht die Effizienz in der Notaufnahme und auf der Intensivstation und verbessert die Prognosen unserer Notfallpatienten.“
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