POCUS-Profil: Dr. Fidel Fernández

January 09, 2019

Ultraschall hat sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für Gefäßchirurgen im 21. Jahrhundert entwickelt. Im folgenden Artikel beschreibt Dr. Fidel Fernández Quesada, Gefäßchirurg in der sechsten Generation und Professor („Profesor Asociado“) an der Universität Granada in Spanien, wie Ultraschallanwendungen seine klinische Praxis verändert haben, und sinniert, wie sich wohl seine Vorfahren diesen technologischen Fortschritt zu Nutze gemacht hätten.

„Ich praktiziere seit 25 Jahren als Angiologe und Gefäßchirurg und bin derzeit sowohl an der Universitätsklinik San Cecilio in Granada als auch in meiner privaten Praxis tätig. Zum jetzigen Zeitpunkt bin ich darüber hinaus Präsident der Abteilung für Phlebologie und Lymphologie der Sociedad Española de Angiología y Cirugía Vascular, der spanischen Gesellschaft für Angiologie und Gefäßchirurgie. So wie jeder andere Spezialist der Gefäßmedizin und -chirurgie setze ich jeden Tag Ultraschall in meiner klinischen Praxis ein.

Seit mittlerweile 15 Jahren schwöre ich auf Geräte von FUJIFILM SonoSite und habe jedes neue Ultraschallsystem bei seiner Einführung mit Freude angenommen. Jede Standarddiagnose einer Gefäßerkrankung beginnt mit einer Ultraschalluntersuchung, in der Anatomie und Funktionsfähigkeit der entsprechenden Arterie oder Vene beurteilt werden. Zudem ist es mit Ultraschall möglich, „tiefer in die Materie einzudringen“ und so detailliertere essenzielle Informationen über Aussehen und Funktion des Gefäßes zu erhalten. Dank Untersuchungen mit Ultraschall kennen wir bei Patienten mit embolischen Episoden bereits die genaue Stelle der Obstruktion, wenn wir sie in den OP bringen, und können somit die exakte Einführungsstelle auf der Haut markieren.

 

Des Weiteren ist diagnostischer Ultraschall bei der Beurteilung des Zustandes der Arteria carotis äußerst nützlich, denn mit Ultraschall kann ich die Schwere der Stenose sowie die Verengung der Arterie basierend auf der Geschwindigkeit des Blutflusses messen und überprüfen, wo die Plaque beginnt und endet – eine lebenswichtige Information, die unbedingt vor der Operation eingeholt werden muss.

Gleichzeitig haben sich Ultraschallanwendungen als integrale Bestandteile moderner Verfahren zur Behandlung von erkrankten Gefäßen bewährt, indem sie gegenüber alternativen Therapien einige Vorteile bieten. Bei der Behandlung von Varizen im Rahmen einer Sklerotherapie setzen wir Ultraschall ein, um die Punktionsstelle zu bestimmen und die Injektion des Verödungsmittels zu steuern. Mittels Ultraschallführung zeichnen wir eine Art „Landkarte“ der Venen, die es uns erlaubt, die exakte Inzisionsstelle zu bestimmen und somit kleinere Einschnitte vorzunehmen. Im Rahmen endoluminaler Therapien wie Laser- und Radiofrequenztherapien behalten wir dank des Einsatzes von Ultraschall während des gesamten Verfahrens die Kontrolle. Wir erzielen damit bessere Behandlungsergebnisse und reduzieren gleichzeitig das Risiko postoperativer Komplikationen.

Point-of-care Ultraschall findet in vielen Verfahren des perioperativen Settings Anwendung und wird regelmäßig zur Legung von Kathetern für Gefäßzugänge, zur Diagnose von Pathologien, die mit Dialysefisteln therapiert werden müssen, oder zur Legung von Kathetern im Rahmen einer Chemotherapie eingesetzt. Die ultraschallgestützte Punktion garantiert äußerste Präzision und ist gleichzeitig von entscheidender Bedeutung bei der Visualisierung der Gefäßverzweigungen. Außerdem sind Ultraschalluntersuchungen eine wichtige Unterstützung beim Monitoring von Krankheitsverläufen über Zeiträume hinweg. Im Falle der Diagnose Ischämie beispielsweise können Veränderungen der arteriellen und venösen Pathologie ganz genau im Zeitverlauf überwacht werden, um medizinische oder chirurgische Interventionen informierter durchführen zu können.

 

Ich entdeckte FUJIFILM SonoSite während meiner Zeit als sogenannter Resident, also in meiner Facharztausbildung, in den USA. Das Angebot von SonoSite und die Funktionsweise der Geräte hat mich enorm beeindruckt, und ich wusste, „das ist das Richtige für mich“. Ich brauchte ein langlebiges und robustes Gerät und erfuhr, dass die Schallsonde auch nach einem Aufprall noch einwandfrei funktioniert. Als ich dann die Grauskala sah, war ich restlos überzeugt. Mein erstes Gerät war ein TITAN, der seinem Namen vollends gerecht wurde. Sogar in der Sahara, wo ich im Rahmen internationaler Kooperationsprojekte in Flüchtlingscamps arbeitete, konnten problemlos Ultraschalluntersuchungen durchgeführt werden. Seitdem habe ich immer wieder nachgerüstet, sobald neue Geräte von SonoSite auf den Markt gekommen sind: Zunächst verwendete ich den M-Turbo, dann den Edge und neuerdings die Modelle Edge II und X-Porte. Ich besuche Patienten häufig mit meinem Motorrad zu Hause. Dazu eignet sich der Edge II perfekt, da er handlich und tragbar ist. Zudem ist die Bildqualität einmalig. Das Gerät überzeugt auch mit seiner Robustheit und hält auch Stößen und Schlägen, die es oft abbekommt, ohne Probleme stand. Einmal bin ich sogar mit dem Gerät von meinem Motorrad gefallen und es hat nicht mal einen Kratzer davongetragen.

Im OP verwende ich die Geräte Edge II und X-Porte. Aufnahmen mit X-Porte sind unglaublich hochauflösend. Zudem ist das Gerät ideal für Lehrzwecke geeignet, insbesondere aufgrund des großen Bildschirms. Die Bedienung ist so einfach, dass sie auch für didaktische Darstellungen verwendet werden kann. Das intuitive Touchscreen ist zudem perfekt für den modernen Studenten, der mit Tablets und Smartphones aufgewachsen ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass Allgemeinmediziner bald Hausbesuche ausgestattet mit Ultraschallgeräten vornehmen, um einfacher und schneller Diagnosen zu erstellen und zugleich weniger Patienten ans Krankenhaus überweisen zu müssen. Ich bin mittlerweile die sechste Generation von Ärzten in meiner Familie und schätze mich glücklich, auf den Gebieten Angiologie und Gefäßchirurgie in technologisch spannenden Zeiten wie diesen praktizieren zu dürfen.

In meiner Zeit als Resident hätte ich mir im Traum nicht vorstellen können, dass uns eines Tages solche Mittel zur Verfügung stehen würden. Noch vor 40 Jahren hätte sich die medizinische Community nicht vorstellen können, welche Revolution wir dank Point-of-care Ultraschall erleben würden. Wenn mein Großvater, Urgroßvater und Ururgroßvater, die alle ebenfalls Chirurgen waren, Zeugen der modernen Technologie sein könnten und sehen würden, welche Mittel mir bei der Versorgung meiner Patienten zur Verfügung stehen, wären Sie vermutlich sprachlos!

 

Erfahren Sie mehr über das SonoSite X-Porte

Das Ultraschallsystem X-Porte von SonoSite kombiniert eine intuitive Benutzeroberfläche, erstklassige Bildgebungsleistung, erweiterte Funktionen und Schulungsressourcen in einem praktischen und umfassenden Komplettlösungsdesign.

 

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