Vom Skeptiker zum Beführworter

Dr. Matusic

Bewusstsein fördern

Als Dr. Matusic anfing zu praktizieren, wurden Nervenblockaden und Nervenstimulatoren, als die besten Verfahrensweisen angesehen. Eine Erfolgsrate von 85% wurde als Norm akzeptiert. „Ich habe mich lediglich auf mein Gefühl und den Nervenstimulator verlassen”, sagt er. „Obwohl ich eine Misserfolgsquote von 10%-15% hatte, war ich immer noch besser als viele meiner Fachgenossen.”

Als er im Jahr 2010 als regionaler Anästhesist arbeitete und ausschließlich orthopädische Nervenblockaden für das Advanced Surgical Hospital durchführte, wurde ihm klar, dass auch eine 10%ige Misserfolgsquote nicht akzeptabel war. „Wir können uns aufgrund der begrenzten Anzahl verfügbarer Betten keine große Anzahl von missglückten Blockaden erlauben, da es schwer ist, Patienten, die nach der OP an Schmerzen leiden, wieder aufzunehmen.”

Dr. Matusic stiess auf eine Reihe von Veröffentlichungen, die die Vorteile der Ultraschallführung bei Regionalanästhesien annoncierten. Nachdem er herausfand, dass sein Mentor, Dr. Jacques Chelly, Direktor der Acute Orthopedic Interventional Pain Fellowship an der University of Pittsburgh Medical Center, dieses Verfahren befürwortete, entschloss er sich dazu, mehr darüber zu lernen.

Die Vorteile der Visualisierung

Dr. Matusic nahm im Jahr 2010 an einer Schulung teil, um die erforderlichen Kenntnisse für den Ultraschalleinsatz bei Regionalanästhesien (USRA- Ultrasound for Regional Anesthesia) zu erwerben. Kurz danach kaufte er ein SonoSite S-Nerve-Ultraschallsystem, um von dessen Mobilität Gebrauch zu machen. „Das S-Nerve-System ist fantastisch. Ich hätte nicht so lange zögern sollen, es einzusetzen,” sagt er. „Warum sollte man sich mit fehlgeschlagenen Nervenblockaden zufrieden geben, wenn sie ganz vermieden werden können? Mit der direkten Visualisierung kann man genau sehen, wo der Fehler liegt. Ich kann nun Nervenblockaden durchführen, die ohne Ultraschallführung größtenteils unmöglich wären, wie zum Beispiel ein Adduktorenkanalzugang zum Nervus saphenus.”

Er fügt hinzu: „Die Zufriedenheit der Patienten wurde enorm verbessert. Wir erhalten viele ärztliche Überweisungen und Chirurgen bestätigen, dass es ein tolles Werbemittel ist.”

Wie viele andere, die vom Skeptiker zum Befürworter wurden, hält sich Dr. Matusic bei der Schilderung seiner Erfolge nicht zurück. „Ich glaube nicht, dass die Praxis ohne Ultraschallführung genauso gut laufen würde.”

Vorteile der Patientenversorgung

Dr. Matusic berichtet, dass Ultraschall es ermöglicht, die Nadel direkt zum Nervenbündel zu führen. Durch Nutzung des S-Nerve für ultraschallgesteuerte Nervenblockaden, hat er folgende Vorteile für Patienten beobachten können:

  • Ein erheblicher Rückgang gescheiterter Nervenblockaden
  • Bessere und effektivere Nervenblockaden, die zu einer besseren Patientenresonanz führen
  • Erfordert weniger Narkosemittel
  • Weniger postoperative Schmerzen
  • Reduzierung von postoperativer Übelkeit und Erbrechen
  • Erhöhung der Patientenzufriedenheit (lt. Press Ganey zwischen 90 und 100%)
  • Zunahme der Patientenüberweisungen von Ärzten, die mit anderen Krankenhäusern zusammenarbeiten
  • Erhebliche Reduzierung ungeplanter Wiedereinweisungen