Point-of-Care Perioperative Ultrasound

perioperative ultrasound for perioperative medicine

Weit mehr als Nervenblockaden: Perioperativer Ultraschall kann die medizinische Versorgung des Patienten verbessern

Der Aufgabenbereich der Anästhesie hat sich in den vergangenen Jahren enorm weiterentwickelt. Heutzutage suchen Krankenhäuser ständig nach neuen Wegen, um die Patientenbetreuung und ihre Ergebnisse zu optimieren. Deshalb wird von Anästhesisten immer häufiger erwartet, dass sie nicht nur Narkosen setzen, um die Weiterleitung von Schmerzreizen zu blockieren, sondern auch die Patienten vor und nach der Operation betreuen. Die perioperative Medizin – also Schmerztherapie und Patientenbetreuung – beschränkt sich heutzutage nicht mehr nur auf den OP-Saal, sondern umfasst auch alles darüber hinaus bis zum Genesungsprozess. Anästhesisten übernehmen daher vor, während und nach einer Operation neue Aufgaben.

Heutzutage übernehmen immer mehr Anästhesisten neue Aufgaben und Kompetenzen, wie zum Beispiel den Point-of-care Ultraschall in der perioperativen Medizin, worum sich früher andere Spezialisten gekümmert hätten. Wenn man weiß, wie man Patienten perioperativ auf Komplikationen und ihren Zustand scannen kann, lässt sich tatsächlich viel Zeit sparen – für eine signifikante Verbesserung der Resultate beim Patienten und kürzere Krankenhausaufenthalte.

Wie kann Point-of-Care Ultraschall die perioperative Medizin unterstützen?

Point-of-Care Ultraschall (POCUS) wird ein immer wichtigerer Bestandteil der perioperativen Medizin, insbesondere bei der medizinischen Versorgung der Patienten. Mit seinen verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel als Unterstützung beim Setzen lokaler Narkosen und zur Erkennung und Prävention von Komplikationen nach der Operation, ist POCUS für perioperative Mediziner ein unschätzbares Werkzeug, um die Resultate für den Patienten zu verbessern.

Häufige perioperative Ultraschall-Anwendungsmöglichkeiten:

  • Hämodynamische Überwachung & Volumenstatusprüfung
  • Identifikation von Perikardergüssen oder -tamponaden
  • Erkennung von Herz-Lungen-Erkrankungen, einschließlich Pneumothorax
  • Platzierung von Endotrachealtuben/ Atemwegssicherung
  • Spezielle Auswertung der transthorakalen Echokardiographie (FATE-Untersuchung)
  • Beurteilung des Mageninhalts
  • Bewertung der hämodynamischen Instabilität (FAST-Untersuchung)
  • Ultraschallgeführte Nervenblockaden